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Projekt: Numerik derivativer Produkte

 
 
Prof. Dr. Ernst Eberlein, Institut für Mathematische Stochastik
Dr. Ulrich Keller, Freiburg
Dipl.-Math. Fehmi Özkan, Freiburger Zentrum für Datenanalyse und Modellbildung (FDM)
Michael Wiesendorfer-Zahn

Aktuelle und zukünftige Arbeiten:

Bei den an den Finanzmärkten weit verbreiteten Modellen, die auf Normalverteilungen basieren, ist der numerische Aufwand bei den meisten Fragestellungen relativ gering, da analytische Formeln zur Verfügung stehen. Erheblichen numerischen Aufwand verursachen dagegen diskrete Zeitachsen. Ein wesentlicher Grund für das Vorliegen analytischer Formeln sind Faltungs- sowie Stationaritätseigenschaften.

Sobald Prozesse modelliert werden, deren Zuwächse nicht unter der Faltung stabile Verteilungen sind, müssen bereits Dichten für beliebige Zeitpunkte t durch Fourier-Inversion numerisch berechnet werden. Für die aus solchen Dichten gewonnenen Verteilungen wird ebenfalls numerische Integration erforderlich. Auch die Bestimmung des Martingalmaßes erfolgt numerisch durch Nullstellenverfahren.

Es werden Programme entwickelt, die unter Einsatz numerischer Verfahren Bewertungen und Handelsstrategien zu errechnen gestatten. Die Implementierung wird in Zusammenarbeit mit einer Softwarefirma angestrebt, die auf Fragen des Financial Engineering spezialisiert ist. Die großen zu verarbeitenden Datenmengen erfordern die Konstruktion geeigneter Datenbanken.

Veröffentlichungen:

(1)
E. Eberlein, U. Keller:
Hyperbolic Distributions in Finance, Bernoulli 1, 281-299, 1995.
(2)
E. Eberlein, U. Keller, K. Prause:
New insights into smile, mispricing and value at risk: The hyperbolic model, Journal of Business, 71, 371-406, 1998.
  back last update   18. September 2000